Zuverlässige Kollisionsvermeidung von Kränen auf mehreren Ebenen mit integrierter Kommunikation

Die Vorteile auf einen Blick

  • Erhöhung der Betriebssicherheit und optimale Überwachung der Betriebsprozesse durch kontinuierliche Verfolgung der Kranposition
  • Möglichkeit der Anbringung auf Kranen und schienengebundenen Transferwägen
  • Flexible Sperrbereiche und selbstständige Festlegung von Warn- und Stoppzeiten
  • Positionsbestimmung und Datenübertragung sind in einem Gerät vereint. Alle Messdaten eines Kranes werden mit nur einem Funksensor weitergeleitet

 

So funktioniert’s
Die Position eines Kranes wird dynamisch über kontinuierliche Abstandsmessungen - z. B. zu angrenzenden Wänden oder Kränen - mit Symeo-Funksensoren vom Typ LPR®-1D24 bestimmt. Basis der funkbasierten Abstandsmessung ist die patentierte Symeo-Radartechnologie LPR®, die im frei verfügbaren ISM-Band bei 24 GHz misst. Weil die Messantenne bereits im 1D24-Gehäuse eingebaut ist, reicht eine grobe Ausrichtung der Funksensoren aus, um genaue Messresultate zu erhalten.

Alle Messdaten eines Kranes können an jeder 1D24-Station ausgelesen und drahtlos weitergeleitet werden. Weitere Rohdaten, wie Kranbewegungsdaten, können flexibel eingebunden und mit ausgegeben werden.

Eine direkte Relaisschaltung macht es möglich, dass das System auch ohne zusätzliche Steuerung (SPS / PLC) realisierbar ist. Über das Collision Control Center lassen sich die 1D24-Einheiten einfach in Betrieb nehmen - detaillierte Programmierkenntnisse oder die Installation einer separaten Software sind hierzu nicht erforderlich.

Das Collision Control Center (CCC), ein modular aufgebautes Assistenzsystem, übernimmt zentrale Managementaufgaben und ermöglicht die Interaktion mit dem User. Konfiguration, Updates und Überwachung aller Geräte werden mithilfe des CCC vollzogen. Das Collision Control Center lässt sich ohne Installation einer speziellen Software einfach über eine Weboberfläche im Browser aufrufen.

Quelle für Konzept und Bilder: SYMEO
 

Typische Anwendungsbereiche aus unseren Referenzprojekten

1. Kollisionswarnung trotz fehlendem Sichtkontakt

Kran 168 und Kran 169 haben keinen direkten Sichtkontakt zu den Kränen 165 und 166. Sie benötigen eine Kollisionswarnung untereinander, weil die Krankatzen der Kräne 165 & 166 einen Crash mit den Kränen 168 & 169 verursachen könnten.

ABF-Lösung

Es wurden Symeo Antennen installiert, um die Kräne in der Halle zu lokalisieren. Mittels einer SPS, die auf jedem Kran eingebaut ist, wird die Positionsmessung über WLAN an ein übergeordnetes System gesendet. Dieses System wertet die Position aus und die einzelnen Kräne werden in einer 3D-Visualisierung dargestellt (einmal im Kran-PC und einmal in der Zentralvisualisierung im Büro-PC). In kritischen Situationen werden ein akustisches und ein visuelles Signal weitergegeben. Dadurch können Hupen oder Warnlichter angesteuert werden.

 

2. Kollissionswarnung inklusive Maschinenanbindung

Kran 1 wird durch einen Kranfahrer direkt am Kran bedient. Kran 2 wird von einer Bedienkassette aus bedient. Die Kräne müssen gegeneinander abgesichert werden, um Kollisionen zu vermeiden. Ein weiterer sicherheitsrelevanter Punkt ist, dass die benachbarte Maschine verschiedene Arbeitshöhen aufweist und somit ebenfalls in die Kollisionswarnung integriert sein muss.
 

ABF-Lösung

Es wurden Symeo Antennen installiert, um die Kräne in der Halle zu lokalisieren. Die Antennen auf Kran 1 und Kran 2 haben dank der Symeo Antenne eine Relaisfunktion, welche folgende Funktionen übernimmt:

• langsam fahren, wenn sich der Kran im Warnbereich befindet
• stoppen, wenn sich der Kran im Stoppbereich befindet

Für die Abdeckung der verschiedenen Arbeitshöhen der Maschine wurde eine externe SPS aufgebaut. Diese hat zum Einen eine Verbindung zu der Maschine und zum Anderen eine Verbindung zur Kranortung über die Wandantenne aufweist. Dadurch weiß die externe SPS die aktuellen Kranpositionen und die Arbeitshöhe der Maschine. Sie kann somit mittels eines Telegramms die Symeo Antennen über die aktuelle Position der Kräne benachrichtigen.
 

3. Kommunikation des Krankatzen-Lastgewichts

Das Lastgewicht vom Kran wird zum Zwecke der Verifikation der aufgenommenen Last benötigt. Sie soll herstellerunabhängig in einer externen Visualisierung angezeigt werden.

ABF-Lösung

Das gemessene Gewicht der Waage wird mittels Profinet an die Kran-SPS übermittelt. Über ein WLAN-Netz werden die Daten vom Kran an die externe Station übertragen. Die Messdaten werden auf einem Touchpanel visualisiert.

Weitere Infos über die Kran-Kollisionswarnung finden Sie hier.